Letzte Aktualisierung 14/02/2018

1. Einführung

Dieser Leitfaden informiert Sie über unsere Lastschriftverfahren und wie sie konfiguriert und integriert werden müssen, mit besonderem Augenmerk auf den SEPA (Single Euro Payments Area, einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum) -Regeln und -Vorschriften.
Je nach den von Ihnen verwendeten Verarbeitungsarten kann es sein, dass Sie für mehr technische Details die folgende Integrationsdokumentation konsultieren müssen:

2. Lastschrift DE

2.1 Einführung

Ingenico ePayments wird, zur Abstimmung mit Ingenico ePayments, die SEPA-Änderungen bei der ELV-Integration umsetzen.

Hinweis: Von nun an wird nur noch IBAN akzeptiert. Kontonummern mit BLZ können nicht länger gesendet werden.

2.2 Konfiguration

Sie müssen auf der „Lastschrift DE"-Konfigurationsseite Ihre CREDITORID eingeben.
Standardmäßig wird die Konfiguration nun auf SEPA-Modus umgestellt.
Ein Flag wird gesetzt, um zu konfigurieren, ob auf der Zahlungsseite (im E-Commerce-Modus) ein Mandatstext angezeigt wird:
  • Flag eingeschaltet: Mandatstext wird auf der Zahlungsseite angezeigt
  • Flag ausgeschaltet: Mandatstext wird nicht angezeigt

Um das Flag einschalten zu können, müssen Sie die CREDITORID eingeben. Sie müssen die deutsche CREDITORID von der Bundesbank beziehen.

Eine CREDITORID ist im gesamten SEPA-Raum auf dieselbe Weise strukturiert:

  • Die ersten beiden Zeichen repräsentieren den ISO-Ländercode für Deutschland (DE) als das Land, das die Gläubiger-Identifikationsnummer ausgibt.
  • Die Zeichen drei und vier sind die Prüfziffern, die analog der IBAN-Prüfziffer (ISO 13616) berechnet werden, ohne Berücksichtigung der Zeichen fünf bis sieben (Geschäftsbereichskennung).
  • Das fünfte, sechste und siebte Zeichen in der Reihenfolge stellen die Geschäftsbereichskennung dar, die vom Lastschriftgläubiger –beispielsweise zur Kennzeichnung einzelner Geschäftsbereiche oder Filialen des Lastschriftgläubigers – beliebig mit alphanumerischen Zeichen versehen werden kann. Die Verwendung von Leerzeichen, Sonderzeichen und Umlauten ist nicht erlaubt. In der Regel sind die drei hier eingegebenen Zeichen die Buchstaben „ZZZ”.
  • Die verbleibenden Zeichen 8 bis 18 sind das nationale Identifikationsmerkmal für den Lastschriftgläubiger in fortlaufend aufsteigender Nummerierung. Die achte Stelle der Gläubiger-Identifikationsnummer wird bis auf weiteres immer mit „0” belegt.

Das Format der deutschen Gläubiger-Identifikationsnummer CREDITORID lautet wie folgt: 18 alphanumerische Zeichen.

Es wird empfohlen, zur Verarbeitung des elektronischen Lastschriftverfahrens (ELV) eine deutsche CREDITORID bereitzustellen.

2.3 Integration mit e-Commerce

Die folgenden Felder können bei Transaktionen des deutschen elektronischen Lastschriftverfahrens (ELV) mitgesendet werden. Sie werden dem Kunden im Auftragstext auf der Zahlungsseite angezeigt.
Die folgenden Felder können bei Transaktionen des deutschen ELV mitgesendet werden. Sie werden dem Kunden im Auftragstext auf der Zahlungsseite angezeigt.
Feld Beschreibung
CN Name des Karteninhabers
Optional bei SEPA (*)-Transaktionen (nicht zutreffend für Billpay und Wirecard):
MANDATEID Eindeutige Mandatseferenz 
max. 35 alphanumerische Zeichen, Zeichensatz: “A-Z a-z 0-9 Leerzeichen /-?:().,'+”)
SIGNDATE
Das Datum, an dem das Mandat unterzeichnet wurde 
MANDATEID
OOFF oder RCUR (OOFF ist der Standard, wenn nicht anders angegeben) 

Hinweis: Diese Felder können im Feedback nach der Zahlung (Dynamische e-Commerce-Parameter) zurückgegeben werden und müssen in die SHA-IN-Berechnung (optional auch SHA-OUT) eingeschlossen werden.

Hinweise für SEPA (einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum):

  • Ohne Angabe der CN bleibt dieses Feld auf der Zahlungsseite leer.
  • Ohne Angabe einer MANDATEID wird die ORDERID verwendet. Falls jedoch die ORDERID nicht mit den Spezifikationen der MANDATEID konform ist, wird stattdessen die PAYID verwendet.
  • Ohne Angabe eines SIGNDATE wird das Transaktionsdatum verwendet.
Folgende Felder werden dem Käufer dargestellt:
  • IBAN

3. Lastschrift NL (Equens)

3.1 Einführung

Ab dem 1. Februar 2014 ändert sich die Verarbeitung von Lastschriften erheblich durch die Umsetzung der SEPA-Regeln und -Vorschriften. Ingenico ePayments hat sich auf diese Änderungen eingestellt, um zu gewährleisten, dass Sie als Händler weiterhin Zahlungen per Lastschriftverfahren akzeptieren können.
Wir von Ingenico ePayments haben uns frühzeitig auf diese Änderungen für die folgenden Zahlungsarten und ihre Rückerstattungsfunktion eingestellt:
  • Lastschrift NL – SEPA-Lastschriftbestimmungen
  • Erstattung von Lastschrift NL – SEPA-Überweisungsbestimmungen
  • Erstattung von iDEAL-Transaktionen – SEPA-Überweisungsbestimmungen
Ingenico ePayments arbeitet mit dem Corporate Payment Services (CPS)-Service von Equens zusammen, um zu gewährleisten, dass alle Händler auch weiterhin ihre aktuelle Bank nutzen können. Jedoch muss immer noch mit einigen administrativen und technischen Änderungen gerechnet werden.
Die technischen Änderungen in den unterschiedlichen Modi werden in den spezifischen Integrationshandbüchern beschrieben.
Auf administrativer Seite sollten Sie Folgendes tun:
  • Eine Gläubiger-Identifikationsnummer (CreditorID) bei Ihrer Bank beantragen, wenn Sie SEPA-Lastschriften verarbeiten möchten.
  • Ihre Bank davon in Kenntnis setzen, dass Sie den CPS-Service von Equens mit Ingenico ePayments als Dienstleister nutzen werden. Geben Sie an, ob Sie ihn für SEPA-Lastschriften oder für SEPA-Überweisungen nutzen wollen. Letztere dienen der Verarbeitung von Erstattungen bei Lastschriften oder für iDEAL-Erstattungen über die Option ‘IDERFD’.
Um die SEPA-Lastschrift über Equens verwenden zu können, müssen Sie einen Vertrag mit Ihrer Bank unterschreiben, SEPA-Lastschriften (SDD) über den CPS-Service von Equens mit Ingenico ePayments als Dienstleister zu verarbeiten.

Wenn Sie Erstattungen von Lastschriften und/oder iDEAL-Erstattungen mit der ‘IDERFD’-Option (d.h. außerhalb von Full Service) durchführen möchten, müssen Sie einen Vertrag mit Ihrer Bank unterschreiben, dass Sie SCT-Transaktionen über den CPS-Service von Equens mit Ingenico ePayments als Dienstleister durchführen.Wenn die Aktivierung von SEPA-Überweisungen (SCT) und/oder SEPA-Lastschriften (SDD) für CPS richtig mit Ihrer Bank durchgeführt wurde, müssen Sie kein Bestätigungsfax mehr an Equens senden, damit Ihre Transaktionen verarbeitet werden (wie Banken das zuvor bei ClieOp verlangten)
Auf technischer Ebene haben wir die Zahlungsart Lastschrift NL aktualisiert. Als Händler können Sie mit einem Parameter auf der Konfigurationsseite selbst entscheiden, wann Sie zum SEPA-Modus wechseln möchten.
Die Option, eine Transaktionsdatei herunterzuladen, wie es früher mit der ClieOp-Zahlungsdatei möglich war, gibt es nicht mehr.

3.2 Konfiguration

Sie müssen auf der „Lastschrift NL"-Konfigurationsseite Ihre CreditorID eingeben. Die CreditorID ist die Identifikationskennung, die Sie von Ihrer Bank erhalten. Im Allgemeinen kann eine CreditorID aus bis zu 35 alphanumerische Zeichen bestehen, doch enthält die niederländische CreditorID normalerweise nur 17 alphanumerische Zeichen.
Anstelle der aktuellen (regulären) Kontonummer mit 9 Stellen, müssen Sie Ihre IBAN und BIC eingeben.
Ein Flag wird gesetzt, mit dem Sie zur neuen SEPA-Version umschalten können:

  • Flag eingeschaltet: Neue SEPA-Version wird wie unten beschrieben verwendet.
  • Flag ausgeschaltet: aktuelle ClieOp-Version wird verwendet. Die unten beschriebenen Änderungen werden nicht übernommen.

3.3 Zusätzliche Felder für SEPA

Folgende Parameter werden erstellt oder angepasst, um SEPA-Lastschrifttransaktionen zu verarbeiten:
Bestehendes Feld:

  • CARDNO: wird für die IBAN des Käufers verwendet

Felder für SEPA-Lastschrift:

  • BIC: neues Feld für den BIC-Code der Bank des Käufers (optional)
  • MANDATEID: alle Transaktionen sollten im Rahmen des zwischen dem Händler und seines Kunden festgelegten Mandats durchgeführt werden. Diese eindeutige Mandatsreferenz sollte eine eindeutige Referenz für den Händler sein. Die eindeutige Mandatsreferenz hat maximal 35 Zeichen, der Zeichensatz ist: “A-Z a-z 0-9 Leerzeichen /-?:().,'+”
  • SIGNDATE: Das Datum, an dem das Mandat zwischen dem Händler und seinem Kunden unterzeichnet wurde.
  • SEQUENCETYPE: Gibt an, ob es sich um eine erste oder eine von mehreren Lastschriften, eine Folgelastschrift, eine Abschlusslastschrift oder eine einmalige Lastschrift handelt. Mögliche Werte: FRST, RCUR, FNAL und OOFF.
Diese Parameter werden für die unterschiedlichen Modi angewendet, um SEPA-Lastschrift-(SDD)-Transaktionen auf der Ingenico ePayments-Plattform zu verarbeiten: e-Commerce, DirectLink, Batch und e-Terminal. Wir werden später in diesem Dokument hervorheben, auf welche Änderungen Sie sich für e-Commerce, DirectLink und Batch einstellen müssen. Für e-Terminal müssen Sie diese Parameter im Back Office eingeben.
Siehe nachstehende Tabelle:
Feld Inhalt Format/Wert 
Falls leer
CARDNO IBAN-Kontonummer des Käufers IBAN-Kontonummer des Käufers Transaktion gesperrt
BIC BIC (Bank-Identifizierungs-Code) des Käufers
BIC (Bank-Identifizierungs-Code) des Käufers
(optional)
MANDATEID Eindeutige Auftragsreferenz Eindeutige Auftragsreferenz
ORDERID wird verwendet
SIGNDATE Unterzeichnungsdatum des Mandats Unterzeichnungsdatum des Mandats Transaktionsdatum wird verwendet
SEQUENCETYPE Zeigt den Typ des Mandats an Zeigt den Typ des Mandats an OOFF wird verwendet
Possible values: Erste Sammlung einer Reihe von Lastschriftaufträgen
FRST
  Lastschriftauftrag, bei dem die vom Debitor erteilte Autorisierung für regelmäßige, vom Kreditor angewiesene Lastschriften verwendet wird. RCUR
  Letzte Sammlung einer Serie von Lastschriftaufträgen (danach kann dieselbe MandateID nicht mehr verwendet werden)
FNAL
  Lastschriftauftrag, bei dem die vom Debitor erteilte Autorisierung für eine einzige Lastschrifttransaktion verwendet wird. OOFF

Falls Ihr Käufer, der Debitor, seine IBAN/BIC ändert, empfehlen wir Ihnen, auch die eindeutige Mandatsreferenz zu ändern. Dadurch können Probleme bei der Verarbeitung Ihrer SEPA-Lastschrifttransaktionen vermieden werden.
Wenn Sie keine MANDATEID, SIGNDATE und SEQUENCETYPE eintragen, werden wir Standardwerte verwenden:
  • MANDATEID: ORDERID (falls ORDERID nicht konform ist, wird die PAYID verwendet)
  • SIGNDATE: Datum der Transaktion
  • SEQUENCETYPE: OOFF (einmalig)

Jedoch sind nicht alle Kombinationen möglich, wie die nachstehende Tabelle anzeigt:

3.4 Integration mit e-Commerce

Die folgenden Felder sollten bei Lastschrift NL-Transaktionen mitgesendet werden (nur über Equens):

Feld
Beschreibung
MANDATEID

Eindeutige Mandatsreferenz (für SEPA)
Max. 35 alphanumerische Zeichen, Zeichensatz: “A-Z a-z 0-9 /-?:().,'+”)
Keine Leerzeichen erlaubt; darf nicht mit einem Schrägstrich "/" beginnen bzw. enden und auch nicht zwei aufeinander folgende Schrägstriche enthalten.
Nur für SEPA-Transaktionen (einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum): Ohne Angabe wird die ORDERID verwendet.

SIGNDATE
Datum, an dem der Auftrag vom Kunden unterschrieben wurde. Format: JJJJMMTT
Nur für SEPA-Transaktionen (einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum): Ohne Angabe wird das Transaktionsdatum verwendet.
SEQUENCETYPE

Mögliche Werte zur Angabe des Typs der Bankeinzugstransaktion (max. 4 alphanumerische Zeichen):

  • "FRST": Erste Sammlung einer Reihe von Lastschriftaufträgen
  • "RCUR": Bankeinzugsanweisungen, wobei die Autorisierung des Debitors für reguläre, vom Kreditor eingeleitete Bankeinzugstransaktionen verwendet wird
  • "FNAL": Letzte Sammlung einer Serie von Lastschriftaufträgen (danach kann dieselbe MandateID nicht mehr verwendet werden)
  • "OOFF": Lastschriftauftrag, bei dem die vom Debitor erteilte Autorisierung für eine einzige Lastschrifttransaktion verwendet wird

Nur für SEPA-Transaktionen (einheitlicher Euro-Zahlungsverkehrsraum):
Wenn keine Eintragung vorgenommen wird, wird die Transaktion als „einmalig" (OOFF wird angewendet) betrachtet.
Wenn „FRST“, „RCUR“ oder „FNAL“ gesendet wird, müssen Sie Werte mit der für MANDATEID und SIGNDATE einreichen.

Hinweis: Diese Felder können im Feedback nach der Zahlung (Dynamische e-Commerce-Parameter) zurückgegeben werden und müssen in die SHA-IN-Berechnung (optional auch SHA-OUT) eingeschlossen werden.

Folgende Felder werden dem Käufer auf der Zahlungsseite dargestellt:
  • IBAN

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